Spielend für das Leben lernen oder gemeinsamer Zeitvertreib mit Gesellschaftsspielen – die Palette des Spielens ist überaus groß.
„Spielsachen“ ist ein eher umgangssprachlicher Begriff, „Spielwaren“ sind im Handel erhältlich und „Spielzeug“ ist ein allgemeiner und korrekter Begriff.
Der „homo ludens“ – der spielende Mensch – beschreibt den Menschen als spielendes (verspieltes?) Wesen. Aus dem kindlichen Spiel entwickelt der Mensch seine kulturellen Fähigkeiten und dient der Persönlichkeitsbildung. Wer Kinder am Spielen hindert (Erziehung,
Kriege, Vertreibung) begeht eine schwerwiegende Verfehlung.
In der frühen Form ist Spielzeug die verkleinerte spätere Realität der Gegenstände. Solche verkleinerten Gegenstände des Alltags kennt man schon aus der Jungsteinzeit mit der Sesshaftwerdung des Menschen.
Sehr früh tauchen auch die Vorgänger des Würfelspiels – die Astragale – auf. In dem Zusammenhang seien hier auch Geschicklichkeitsspiele genannt, die zu sportlich-kreativen Betätigungen animieren können.
Dass Spielzeuge zu geschlechtsspezifischen Rollenbildern überleiten, wird in der heutigen Kinderpsychologie eher kritisch gesehen.
Wir werden uns bemühen viele dieser Aspekte in unserer Sonderausstellung zu berücksichtigen – es sollen sich auch Erwachsene in Erinnerungen wiederfinden.
Gertrud Brauner-Baumgartner und Michael Götzinger (Ausstellungskuratoren)

Eröffnung am 23.01.2026 um 17:30 Uhr.
Besichtigung der Ausstellung zu den Museumsöffnungszeiten


