Premierenkritiken zum neuen Soloprogramm „Schluss mit Lustig“
Mario Bernold schildert seine Erlebnisse und Erfahrungen im simplen Stil. Mit gewitzter Unterhaltung springt er von
einem Thema zum nächsten und zieht das Publikum in seine Welt hinein. Man erfährt nicht nur leidvolle, sondern auch
humorvoll naive Geschichten und Ereignisse. Denn jetzt ist Schluss mit lustig!
Was gibt es schlimmeres für einen Mann über 40, dessen einzige Probleme seine Nacktschnecken im Garten sind und
dessen Frau die Erfüllung in einer Tupperware-Party sieht. Als Hausmann ist er so gut wie nicht zu gebrauchen, aber vom
Küssen hat er eine Ahnung.
Doch an seiner Küsserkunst ist niemand wirklich interessiert, denn die Frauen fühlen sich mehr zu einem Adonis ohne
Hirn hingezogen, als zu einem netten Mann mit etwas Bauch, der mit dem Schuhband zubinden Probleme hat. Das
versteht Mario Bernold jedoch so überhaupt nicht, denn es sind doch die inneren Werte – wie z.B. Cholesterin,
Blutzucker usw. – wichtig.
Mario Bernold bietet eine herrlich erfrischende und amüsante Unterhaltung, verfeinert mit Songs übers Älterwerden und
die Liebe. Der unbeschwerte Humor gespickt mit einem Quäntchen Zynismus, wird in skurriler Manier präsentiert und
sorgt durch die eindrucksvolle Vielseitigkeit des Protagonisten für einen überaus vergnüglichen Abend.
Juliane Auerböck/KulturFokus
Bernolds „Schluss mit lustig“
(06.04.10) (cs). Im Theater am Alsergrund in der Löblichgasse fand kürzlich die Premiere des neuen Programms des
Kabarettisten Mario Bernold statt. Die Stimmung war ausgelassen und das Theater bis auf den letzten Platz gefüllt.
Sobald Bernold die Bühne betreten hatte, war es im Saal ganz ruhig, denn: Nun wird es ernst und es ist „Schluss mit
lustig!“ so auch der Titel seines neuen Programms. Mit einer Pistole bewaffnet, verschaffte sich der Kabarettist einen
starken Auftritt, aber nicht, um sein Publikum zu bedrohen, sondern um damit Schnecken Angst einzujagen. In seinem
neuesten Programm geht es um die Frage, was passiert, wenn ein Mann nun schon seine besten Jahre hinter sich hat. Ist
das ein Grund zu verzweifeln? Bernold fragt sich: Wo sind denn die Träume und Pläne hin, die man einmal hatte? Aber
im selben Moment versucht Bernold das Steuer rumzureißen und steigt aufs Gas. Den Besuchern gefiel es: Bernolds
Mischung aus Ehrlichkeit sowie direkten Schmähs und Gesang jagte dem einen oder anderen vor Lachen die Tränen in
die Augen.
CS/Bezirkszeitung Alsergrund


