Fuhrwerkerhaus
Sonderausstellung "170 Jahre Fotografie"

Mit der Jubiläumsausstellung im Gepäck wird am 9.Jänner 2010 um 17 Uhr die offizielle Eröffnung im Beisein öffentlicher Würdenträger gefeiert und zur Vernissage geladen.
Weitere Infos zur Geschichte der Fotografie unter Web 170 Jahre Fotografie
 

170 Jahre Fotografie – von 1839 bis 2009

1839 Die französische Akademie der Wissenschaften verkündet, dass es Nièpce und Daguerre gelungen sei, dauerhafte Bilder mit Hilfe der Camera Obscura aufzuzeichnen und gibt die Erfindung frei zur Nutzung in aller Welt. Daguerre wird als Erfinder der Fotografie gefeiert (Daguerreotypie).
1840 Die Kalotypie wird durch William Henry Fox Talbot entdeckt. Dabei handelt es sich um eine positive Salzpapierkopie vom Papiernegativ, mit der man beliebig viele Kopien herstellen kann.
Der Österreicher Joseph M. Petzval berechnet das erste lichtstarke Objektiv von 1:3,7 / f=100 mm für Portraitaufnahmen.
1841 Der Wiener Peter Wilhelm Ritter von Voigtländer konstruiert eine Ganzmetallkamera, die erste ihrer Art auf der Welt.
1841 Die drei Mitglieder der Wiener „Fürstenhofrunde“ Franz Kratochwila und die Brüder Johann und Josef Natterer steigern die Empfindlichkeit der Daguerreotypieplatten durch Einführung von Brom und Chlor so sehr, dass sie sogenannte „Sekundenbilder“ aufnehmen können.
1851 Die Beschreibung des nassen Kollodiumverfahrens wird durch Frederick Scott Archer veröffentlicht. Bis 1880 bleibt dieses das wichtigste fotografische Verfahren.
1865 Louis-Alphonse Poitevin unternimmt erste Versuche mit farbigen Bildern auf Papier.
1871 Richard Leach Maddox veröffentlicht seine Erfindung der Gelatinetrockenplatte für die er eine Bromsilber-Gelatine-Schicht verwendet. Gegenüber der Kollodium-Nassplatte von 1851 steigert er die Empfindlichkeit um den Faktor 100 und erreicht eine Empfindlichkeit von ca. 5 ISO.
1888 Die erste Rollfilm auf Papier-Kamera, die Kodak kommt auf den Markt. Die Vision des Amerikaners George Eastman war, das Fotografieren wesentlich zu vereinfachen.
1890 Der Österreicher Theodor Scheimpflug berechnet die Methode zur Transformation von Luftbildaufnahmen und auch die Entzerrungsregeln bei der Großformatfotografie.
1909 Die optischen Werke von Carl Zeiss in Jena bringen das bald weltberühmte „Tessar“ Kameraobjektiv mit überragender Schärfe- und Kontrastleistung auf den Markt.
1913 Den ersten Prototypen der „Leica“ mit dem neuen Filmformat 24x36 mm Kleinbildnegativ konstruiert Oskar Barnack.
1924 Die Presse- und Reportagefotografie wird in Europa durch die in Dresden gebaute „Ermanox“ revolutioniert; die Kamera zeichnet sich durch ein lichtstarkes Objektiv aus.
1929 Paul Francke und Reinhold Heidecke (Braunschweig) präsentieren mit der „Rolleiflex“ die erste zweiäugige 6x6 Spiegelreflexkamera.
1933 Der erste Kleinbildfilm Agfacolor für Farbdias kommt auf den Markt.
1936 Die Firma Ihagee in Dresden konstruiert die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera der Welt, die „Kine-Exakta“.
1942 Edwin Herbert Land meldet in den USA ein Patent für ein Sofortbildverfahren an.
1948 Victor Hasselblad fertigt die erste 6x6 Spiegelreflexkamera mit Wechselmagazinen und -objektiven.
1959 Agfa Optima: Die erste Kleinbildkamera mit elektrischer Belichtungsautomatik.
1960 Das erste farbige Polaroid Sofortbild wird durch Edwin Land vorgestellt.
1963 Agfa und Kodak erleichtern das Filmeinlegen durch ein Kassettensystem.
1964 Asahi Pentax stellt mit der Spotmati SP die erste M42 Spiegelreflexkamera mit TTL-Belichtungsmessung vor.
1973 Bronica EC: Die erste 6x6 Spiegelreflexkamera mit Schlitzverschluss.
1978 Die Rolleiflex SLX ist die erste vollelektrische Kamera für das Mittelformat.
1988 Nikon F-801: Die erste Spiegelreflexkamera mit 1/8000 s als kürzeste Verschlusszeit.
1990 Kodak DCS 100: Die erste digitale Spiegelreflexkamera.
1999 Nikon D1: Die erste in Großserie gebaute Spiegelreflexkamera; Beginn des flächendeckenden Einsatzes von Digitalkameras in der Pressefotografie.
2004 Nikon F6: Endpunkt der Entwicklung der Kleinbildspiegelreflexkamera.
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